Mycelium, der Pfad

Mycelium – Das Geheimnis der Pilze

Im Mycelium erfahren Sie wissenswertes über diese faszinierenden
Lebewesen. Sie benötigen dafür etwa 1 bis 1,5 Stunden.
Ausgangspunkt ist die große Pilzskulptur. Von hier führt Sie das
„Myzel“ am Boden zu 10 Stationen, die Einblicke in die Welt der Pilze
geben. Auf Ihrer Reise begegnen Sie auch den mystischen Holzskulpturen
des Künstlers Thomas Rees. Weitere Infos sowie eine Broschüre mit
den Inhalten der Infotafeln in deutscher, französischer und englischer
Sprache erhalten Sie im WaldHaus Freiburg.

F O L G E N D E  I N F O T A F E L N  F I N D E N  S I E
A U F  D I E S E M  T H E M E N P F A D :

  1.   Die größten Lebewesen der Welt
  2.   Irrlichter im Buchenwald
  3.   Satanspilz und Hexenring
  4.   Pilze als Lebensretter
  5.   Todesursache Pilzinfektion
  6.   Pilze als Nahrungsmittel
  7.   Pilze im Nährstoffkreislauf
  8.   Pilze sammeln
  9.   Feuerzeug der Steinzeitjäger
  10.   Anatomie der Pilze

      Keith - Huma-Huma

 

PILZSUCHER SIND HEIMLICH, LEISE, ENTRÜCKT,

Textauszüge aus: www.passion-pilze-sammeln.com   Heinz-Wilhelm Bertram

Jeder gefüllte Pilzkorb birgt Geheimnisse. Das Geheimnis der Pilze an sich, das sie mit ihrer magischen Ausstrahlung besitzen. Das Geheimnis ihres Standortes. Das Geheimnis der Anziehungskraft, die einzelne Pilzarten auf den Sammler ausüben. Und das Geheimnis der Sammlerpersönlichkeit.

Hexenring , Herbstgrau, thomas rees 06

So haben mich früh nicht nur Pilze an sich, sondern diejenigen in den Bann gezogen, die sie suchten. Nie mehr sollten mich diese Heimlichen, Leisen, Entrückten loslassen. So unzugänglich sie auch sein mochten: ich wollte sie mit ihrer großen Leidenschaft beschreiben.

Der Pilzsammler sucht im Geheimen sich selbst. Dazu entkoppelt er sich von Alltagsgewohnheiten. Er tauscht Auto, Werkstatt, Schreibtisch, Fernseher, Freizeitsport und anderes mehr gegen einen ruhigen Gang mit dem Vorsatz zu finden. Indem er sich von Hektik und Stress entschleunigt, vereinfacht er sein Leben enorm.

Er wendet sich seinem Instinkt zu. Er gibt sich der Zufälligkeit preis. „Nicht du suchst die Pilze, die Pilze suchen dich“, lautet ein altes Tiroler Sprichwort.

So ist der gefüllte Pilzkorb auch ein Symbol archaischer, also uralt-einfacher Lebenssicherung. Suchen wir mit den Pilzen vielleicht auch die Urform unserer Versorgung?

Auszüge aus: http://www.passion-pilze-sammeln.com   Heinz-Wilhelm Bertram


„Mycelium – das Geheimnis der Pilze“: Forstamt eröffnet einen neuen Themen- und Erlebnispfad oberhalb des Waldhauses

Themen- und Erlebnispfade gibt es viele – im Stadtwald und im Naturpark Südschwarzwald. Das Thema Pilze war jedoch bislang nicht oder nur am Rande vertreten. Diese Lücke hat das Freiburger Forstamt nun geschlossen: Der neue Pilzlehrpfad „Mycelium“ bietet kleinen und großen WaldbesucherInnen im Stadtwald oberhalb vom Waldhaus in Günterstal Einblicke in die geheimnisvolle Welt der Pilze. Konzept, Einrichtung und Beschilderung des Lehrpfades haben rund 18.700 Euro gekostet. 70 Prozent der Kosten trägt der Naturpark Südschwarzwald, unterstützt wird er durch die Eugen-Martin-Stiftung.

„Das Mycelium erweitert unser Angebot an Themenpfaden um einen faszinierenden Baustein. Neben dem sinnlichen Zugang durch die Holzskulpturen bietet er auch einen haptischen Zugang zum Thema. Von der Lage oberhalb des Waldhauses versprechen wir uns zudem Synergieeffekte, weil der Pfad frei zugänglich und für die Angebote des Waldhauses nutzbar ist“, sagte Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik heute bei der Eröffnung des Pfades. Hans Burgbacher, Leiter des Forstamtes, dankte bei dieser Gelegenheit dem Naturpark und der Eugen-Martin-Stiftung für ihre Unterstützung.

Ausgehend von einer überdimensionalen Pilzskulptur, die der Holzkünstler Thomas Rees aus Kappel geschaffen hat, führt ein im Boden eingelassenes „Mycel“ aus Holz zu zehn Stationen. Sie lüften das Geheimnis der Pilze und wollen Begeisterung wecken für diese Organismen, die oft unscheinbar, für Wald und Mensch aber unverzichtbar sind. Einige Pilze gehen Lebensgemeinschaften mit Bäumen ein: Der Pilz hilft dem Baum durch sein Pilzgeflecht bei der Nahrungsaufnahme, der Baum versorgt ihn dafür mit Nährstoffen. Andere Pilze bauen totes Holz und Blätter ab und tragen so zur Humusbildung bei. Und natürlich dienen ihre Fruchtkörper Wildtieren als Nahrung.

Das Waldhaus bietet für Schulklassen der Mittel- und Oberstufe ein neu entwickeltes Lernmodul zum Thema Pilze an. Besucher aus dem Ausland können die Texte der deutschsprachigen Infotafeln des Pfades in englischer oder französischer Sprache im Waldhaus gegen Pfand ausleihen.

Das Waldhaus (Wonnhaldestraße 6) ist mit der Stadtbahn Linie 2 Richtung Günterstal (Haltestelle Wonnhalde) zu erreichen. Das Mycelium befindet sich im Stadtwald oberhalb davon; unmittelbar nach dem Waldhaus folgt man links, vorbei an der Holzwerkstatt, dem Fußweg in den Wald.

 

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