Zapfenliebe

 

Zapfenliebe

im Frühjahr 2021 – Weißtannenpfad in St. Märgen im Pfisterwald

Zapfenliebe, im Frühjahr 2021 – Weißtannenpfad in St. Märgen, Thomas Rees
Ein Symbol für ewige Lebenskraft, Fruchtbarkeit und Schutz
Die Skulptur „Zapfenliebe“ schlägt eine Brücke zwischen der tiefen Symbolik der Natur und alten Mythen. Seit jeher gelten Tannenzapfen als kraftvolles Symbol für Fruchtbarkeit. Als Teil der immergrünen Tanne verkörpern sie weit mehr als nur den Kreislauf der Natur: Für die Germanen war der gesamte Baum ein Sinnbild für ewige Lebenskraft, stetiges Wachstum und Schutz vor bösen Geistern – ein tiefer Glaube an die reinigende Kraft der Tanne, den Jahrhunderte später auch Hildegard von Bingen teilte.
Das Besondere an der Tanne zeigt sich in ihrer einzigartigen Wuchsform, die auch in diesem Kunstwerk spürbar wird: Im Gegensatz zu Fichtenzapfen hängen Tannenzapfen nicht nach unten. Sie wachsen aufrecht und stolz stehend auf den Ästen. Sie fallen auch nicht als Ganzes zu Boden, sondern lassen ihre Schuppen in den Wind gleiten, während die Spindel fest mit dem Baum verbunden bleibt.
„Zapfenliebe“ feiert diese aufrechte Haltung, das beständige Leben und die schützende Energie, die uns die Natur schenkt.

 

Eichenholz, Durchmesser 90 cm, Höhe 2,67 m

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„Zapfenliebe“ Falkensteig im Dezember 2020

 

Ein Weg für die Weißtanne –  ein Artikel von Thomas Biniossek in der Badischen Zeitung

 

 

Blüten, Zapfen und Samen

 

Die Weiß-Tanne ist einhäusig-getrenntgeschlechtig (monözisch) und wird im Freistand mit 25 bis 35 und im Bestand mit 60 bis 70 Jahren mannbar. Je nach Standort blüht die Art von April[6] bis Juni, kurz vor dem Erscheinen der neuen Triebe.[11] Die 2 bis 3 Zentimeter langen männlichen Blütenzapfen sind gelb gefärbt. Man findet sie vor allem im mittleren und unteren Teil der Krone an den Unterseiten von vorjährigen Trieben. Die 3 bis 5 Zentimeter langen weiblichen Blütenzapfen sind blassgrün gefärbt und kommen etwas seltener vor als die männlichen Blütenzapfen. Man findet sie an den Oberseiten von kräftigen vorjährigen Trieben, vor allem im oberen Kronenbereich.[6] Sie bestehen aus horizontal abstehenden, spitz zulaufenden Deckschuppen. Männliche und weibliche Blütenzapfen sind nur selten auf demselben Zweig zu finden. Der 106,9 bis 139,3 µm große Pollen ist hantelförmig und hat zwei seitliche, mehr als halbkugelige Luftsäcke.[12] Die Bestäubung erfolgt über den Wind (Anemophilie).[13] Vier bis fünf Wochen nach der Bestäubung erfolgt die Befruchtung.[11]

Die walzenförmigen Zapfen stehen aufrecht an den Ästen und werden bis zu 16 Zentimeter lang und 3 bis 5 Zentimeter dick. Sie reifen im September oder Oktober des Blütejahres und sind dann von grünbrauner Farbe.[6] Der obere, zurückgebogene Teil der zungenförmigen Deckschuppen ragt zwischen den Samenschuppen hervor. Jede der Zapfenschuppen trägt zwei Samen. Nachdem die Samen im September bis Oktober[11] des Blütejahres reifen, fallen die Samenschuppen ab. Die Zapfenspindel kann noch mehrere Jahre am Baum verbleiben, ehe sie abfällt.[13]

( ein Auszug aus Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9F-Tanne)